Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Politik, und um da die Regierung zu bekämpfen, muß man auf das Volk wirken. Ihnen alſo hätte man dieſen Fehler verzeihen können, Herrn von Giur⸗ genow nicht.

Sie glauben alſo, daß er hier in Berlin für ſeine Regierung thätig iſt? fragte Herr von Belleville er⸗ au

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Graf Ranuzi lachte. Das iſt eine ſehr feine und diplomatiſche Bezeichnung ſeines Thuns, ſagte er. Ja, er iſt hier für ſeine Regierung thätig, aber wenn die hieſige Regierung es erfährt, wird ſie ſa⸗ gen: er habe ſeiner Regierung als Spion gedient. Wenn er entdeckt wird, ſo wird man ihn aufhän⸗ gen, wenn er unentdeckt und wieder frei wird, ſo hat er von ſeiner Regierung Dank und Belohnung zu erwarten. Aber ſehen Sie nur, wie richtig ich pro⸗ phezeiht habe! Da ſteht Herr von Giurgenow ganz nahe bei der Prophetin, und ich meine bis hierher die Worte zu hören, welche er ihr leiſe zuflüſtert. Sie wird nun wieder anfangen zu prophezeihen, aber in einer minder fanatiſchen und ausſchreitenden Weiſe. Doch nein, ſie wird nicht wieder anfangen, denn ſehen Sie nur dieſe geharniſchten Männer, welche ſich da ſo gewaltſam Bahn brechen durch die Menge, und gar nicht, auf die Wehklagen Derer, welche ſie höchſt unſanft bei Seite ſtoßen, achten. Das ſind die Diener der Polizei, und ſie werden den Prophezeihungen raſch ein Ende machen. Schon ſtiebt das Volk nach allen Seiten auseinander. Ah, wie geſchickt Herr von Giurgenow da im Gedränge von dannen ſchlüpft, und gar keinen Blick mehr hat für dieſe armen Propheten, die er doch zu ihrer Gottbegeiſterung inſpirirt hatte. Mein Gott, und dieſe rohen Polizeimänner haben gar keinen Reſpekt