Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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haftes Geſicht macht, wenn man von der Pucelle d'Orleans ſpricht, und ſich den Anſchein giebt, als habe ſie Crébillon gar nicht geleſen. Sagen Sie doch, Herr von Giurgenow, geht es an Ihrem Hof zu Petersburg auch ſo ſteif und gemeſſen zu, wie hier an dem preußiſchen?

Herr von Giurgenow lachte laut auf. Unſere Kaiſerin Eliſabeth iſt ein Engel an Schönheit und Güte, ſagte er dann, großmüthig und milde gegen Jedermann, ſich ſelbſt ſtets opfernd, um Anderen Freude zu machen. Im vorigen Jahre gab ſie ihrem Leibregiment einen Ball. Sie tanzte mit jedem der Soldaten, und nippte aus jedem Glaſe, und wenn die von ſo viel Huld begeiſterten Soldaten etwas freie Scherze wagten, ſo lächelte die gütige Kaiſerin dazu, und verzieh es ihnen. Sie tanzte die ganze Nacht hindurch und bezauberte Jedermann durch ihre Leutſeligkeit und Grazie, und von dieſem Tage an wandte ſie ihre Gnade dem glücklchen Ruſtuſchew zu, welcher bis dahin ein armer Unterofficier geweſen, und jetzt ein Fürſt und der reichſte Herr i ganz Rußland iſt.—

Oh, es ſcheint, Ihr Rußland hat et lichkeit mit meinem ſchönen Frankreich, r von Belleville freudig. Aber wie ſteht es mit Ihnen Herr Graf Ranuzi. Gleicht der öſterreichiſche K

hof dem unſrigen, oder dieſem langweiligen preu⸗ ßiſchene 5

Er gleicht nur ſich ſelber, rief der Italiener ſtolz. Wir haben in Wien einen Gerichtshof der Keuſch⸗ heit und Tugend, und die Kaiſerin Maria Thereſta iſt die erſte Präſidentin deſſelben.

Diable, rief der Franzoſe, wie würde es Ihrer ruſſiſchen Kaiſerin und meiner ſchönen Marquiſe

hnen, giſer⸗