Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ergehen, wenn dieſe Beide vor dem Tugendgerichts⸗ hof ihrer edlen Bundesgenoſſin erſcheinen müßten. Aber, Herr von Giurgenow, Sie vergeſſen, daß Sie uns Etwas aus dieſer Zeitung mittheilen wollten über den Prinzen Heinrich.. Es iſt indeſſen nichts von Belang, ſagte der Ruſſe gleichgültig. Der Prinz Heinrich, heißt es da, iſt zetzt ganz wieder von ſeinen Wunden geneſen und hat ſich im Winterlager zu Dresden mit der Dar⸗ ſtellung von franzöſiſchen Bühnenſpielen beluſtigt. Ja, er ſelber iſt darin als Acteur aufgetreten, und . hat in Voltaire's enfant prodigue die Rolle des cerſchwenderiſchen Sohnes ſelbſt agirt. Jetzt aber, ſteht da ferner, iſt er ausgezogen, um nach dem heitern aanenſ wieder das ernſte Waffenſpiel zu ver⸗ uchen. Wenn er nur nicht die Rolle verwechſelt, rief Herr von Belleville lachend, und das enfant prodigue venn er den Helden ſpielen ſoll. In welcher er denn größer ſein? Wiſſen Sie's nicht, Rannzi?. zuckte lächelnd die Achſeln. Man müßte Gemahlin hier darum fragen, ſagte er. bder den Herrn von Kalkreuth, der ſeit ſieben Monaten ſchon ſeiner Wunden wegen hier verweilt, ſagte Herr von Giurgenow mit einem lauten Lachen. Uebrigens, Meſſieurs, iſt der Prinz Heinrich in ſeinem Herzen dieſem Krieg ſehr abhold und alle ſeine Sympathien ſind auf unſerer Seite. Wenn das „ Geſchick des Krieges dem jetzigen König von Preu-⸗ ßen das Leben koſtete, ſo würden wir Alle bald Frieden haben, und dieſes abſcheuliche Berlin, dieſe todte Sandwüſte verlaſſen können, wo wir jetzt als Kriegsgefangene ſchmachten müſſen.