VII Blitzen des Zeusauges zu Staub zerfiel. Er gab nur ſtotternde, verlegene Antworten, er hörte in ſeiner Verwirrung kaum, was ihn der König fragte. Friedrich aber hatte Mitleid mit ſeiner Verwirrung; mit ſeinem ſanften Lächeln trat er zu dem Tiſch, und blies die Wachslichter auf dem Armleuchter aus. Sie waren jetzt im Dunkeln, aber der König ſetzte ruhig, als ſei nichts geſchehen, die Unterhaltung fort: der Gelehrte, nicht mehr getroffen von den Blitzen des könig⸗ lichen Auges, gewann ſeine Faſſung und Ruhe wieder und ging nun mit Lebhaftigkeit und Geiſt auf die Unterhaltung des Königs ein.
An dieſe Anecdote, wie geſagt, erinnerte ich mich oft, wenn ich es wagte dem großen König gegenüber zu treten, und oft, wenn ich die Feder in die Hand nahm, habe ich ganz laut den Geiſt des großen Königs ge⸗ beten, das Licht auszublaſen, damit ich nicht geblendet würde von ſeinen Blicken, ſondern meinen Geiſt ſammeln, und in meiner Unter⸗


