Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſchweigſam man dem Gebenden gegenüber geſtanden, mit leeren Händen, aber mit einem vollen Herzen!

So iſt es mir ergangen mit dieſer Ar⸗ beit. Sie iſt mir in der That ein lieber und belehrender Freund geweſen, ich habe ihr viel zu danken, und fühle und habe es immer gefühlt, daß ich ihr nicht genügen konnte. Der rieſengroße, machtvolle Stoff hat mich oft überwältigt, oft bin ich zurück⸗ gebebt vor der Größe meines Vorhabens, und mochte nicht wagen weiter fortzufahren. Aber dann erinnerte ich mich immer wieder jener allerliebſten Anecdote, wie einſt ein deutſcher Gelehrter Abend's bei Friedrich dem Großen eine Audienz hatte. Es war dies das erſte Mal, daß der Gelehrte dem großen Könige gegenüberſtand, und in dieſes große funkelnde Feuerauge blicken durfte. Auch fühlte er ſich ganz verwirrt, ganz beklom⸗ men, und wenn der gewaltige Blick des Königs auf ihm ruhte, hatte der deutſche Gelehrte ein Gefühl, als ob er unter dieſen