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nahm die Verantwortung auf mich. Wenn Euer Majeſtät ungehalten ſind, ſo dürfen Sie es nur auf ich ſein. Und weshalb haben Sie ſich zum Poſtillon all' die⸗ Briefe gemacht, Marquis? Sire, weil— Ich will's Ihnen ſagen, Marquis, ſagte der König mit einem warmen Liebesblick, indem er ſeine Hand auf d'Argens Schulter legte, Sie haben es gethan, weil Sie wußten, daß mein Herz eine ſchwere Wunde empfangen hatte, und weil Sie ihm einen Balſam auflegen wollten. Sie wünſchten mich heute ſo mit Freunden zu umgeben, daß ich darüber den Einen, welcher fehlt und mich verrathen hat, nicht vermiſſen ſollte! Ich danke Ihnen, Marquis, Sie ſind ein gro⸗ ßes ſchönes Herz, und ich glaube, Ihr Balſam hat wirklich etwas geholfen. Dieſe Stunde hat mir ſehr wohl gethan, und dieſe Stunde danke ich Ihnen! Ich werde das nie vergeſſen, und wie ſehr es den Men⸗ ſchen auch immer gelingen mag, mein Herz mit Miß⸗ trauen zu vergiſten, Ihnen Marquis, werde ich nie mißtrauen!
Er nickte dem Marquis zärtlich zu und ſchritt mit ſeinen Notenblättern wieder in das Zimmer, wo die Muſiker ihn erwarteten.
Jetzt, meine Herren, wollen wir anfangen, ſagte er, indem er Quanz die Notenblätter darreichte, der ſie ſodann vertheilte und ſich ſelber an's Klavier ſetzte.
Das Conzert begann. Der König mit ſeiner neuen Flöte ſtand hinter dem Klavier, vor welchem Quanz ſaß. Graun und Faſch hatten ſich in n Fenſrniſche zurückgezogen, denn da der König zuerſt Flötenſolo mit einfacher Klavierbegleitung vortrug, durften ſie ein⸗ fach dem Genuß des Zuhörens ſich hingeben.— Und


