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Mag's nicht, wenn Du's nicht auch wirſt. Wie viel Gefangene haſt Du gemacht?
Ich weiß es nicht, Fritz, ich glaube es waren neun, der Rittmeiſter weiß es!
Dann werden wir Beide Unterofficier. Der König hat's verſprochen! Aber jetzt nehme ich's auch an!
Was kümmert uns das jetzt, Freund, rief Karl Heinrich, was kümmert uns alles Andere! Wir haben uns wiedergefunden und alles Andere iſt mir gleich⸗ gültig!
Haſt Recht, Karl Heinrich, es iſt auch gleichgültig. Aber ein harter und fürchterlicher Tag war's, und meine Füße zittern unter mir! Laß uns ein bischen ruhen!
Er ließ ſich auf die Erde niedergleiten und ſtreckte die Glieder. Karl Heinrich kniete neben ihm; die Hand auf die Schulter des Freundes geſtützt, ſchaute er empor zum Himmel und grüßte mit einem ſeligen Lächeln den vollen Mond, und ein unausſprechliches Gefühl von Rührung und Andacht überkam ſein Herz. Er dachte zurück an die Heimath, an die Gräber der geliebten Eltern, auf welche der Mond in dieſer Stunde eben ſo hell herniederſchien, wie hier jetzt auf dieſes große offene Grab, das heute ſo viel Blut getrunken. Er dachte, wie Gott ſo gut und barmherzig geweſen, ihm den Freund zu erhalten, den einzigen Troſt, den einzigen Anhaltspunkt in ſeinem einſamen, abgelöſten, aus all' ſeinen Bahnen geriſſenen Leben. Dieſe feier⸗ liche tiefe Stille, welche ihn umgab, dieſes helle Mond⸗ licht, welches das Schlachtfeld erleuchtete, die Erinne⸗ rung an die ſchweren Stunden des heutigen Tages, alles das übte auf ihn eine bewältigende Wirkung. Der tapfere Soldat Karl Heinrich Buſchmann ver⸗ wandelte ſich wieder in das weichmüthige, ſanfte Mäd⸗


