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ſtarrenden Lippen:„Was iſt daran gelegen! Sterb ich doch für meinen König!“*)
Aber überall auch inmitten ſeiner vordringenden
Schaaren, überall ſah man den König. Wo die Ku⸗ geln der Feinde am dichteſten flogen, da ſprengte er hin, um den Muth ſeiner Krieger anzufeuern, um durch ſein kaltblütiges Trotzen gegen die Gefahr auch ſeine Soldaten trotzig und kaltblütig zu machen. Wo irgend eine Colonne wankte, da kam der König herbei, und ſeine muthvolle Stimme belebte die Schaaren, und
ſein kühner Blick begeiſterte jeden Einzelnen und zeigte
ihm in den Reihen der Feinde das leuchtende Sieges⸗ ſpiel.— Friedrich war die Seele ſeines Heeres, und weil dieſe Seele kühn war und heldengroß, darum ſiegte ſein Heer.„Cette bataille de Leuthen est propre à immortaliser le caractère moral de Frèderic, et met à jours ses grands talents militaires“ ſagte Napoleon von dieſem Tage bei Leuthen, und anderswo fügt er hinzu:„Cette bataille étoit un chef d'oeuvre de mouvemens, de manoeuvres et de résolution, seule elle suffirait pour immortaliser Fèrdéric et lui donner rang parmi les plus grands généraux. 16)
Der Sieg war erfochten, die beſiegten Oeſterreicher zogen ſich in eiliger und überſtürzter Flucht zurück, und ließen über hundert Kanonen, über funfzig Fahnen und mehr denn zwanzigtauſend Gefangene in den Händen der Preußen, während auf dem Schlachtfelde über ſechstauſend Todte und Verwundete zwiſchen zwei⸗ tauſend todten und verwundeten Preußen lagen. 3
*) Archenholtz Th. I. S. 139. **) Oeuvres de Napoléon. Mélanges historiques. Vol. III.
p. 200 et 331.


