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Ruhe ſahen ſie ihre Kameraden und Freunde neben ſich wanken und zur Erde fallen, ihren Verluſt nicht beklagend, aber jeden Einzelnen der gefallenen Kame⸗ raden rächend an dreien ſeiner Feinde. Und auch die, welche fielen, behielten noch ihre Begeiſterung und ihren Siegesmuth. Ihrer Wunden nicht achtend und ihrer zerfetzten und abgehauenen Glieder nicht geden⸗ kend, ſchauten ſie den vordringenden Brüdern nach und miſchten ihr Jauchzen ſo lange in das Siegesge⸗ brüll ihrer Kameraden, bis der Tod den Siegesjubel auf ihren Lippen verſtummen machte. Ein preußiſcher Grenadier, dem beim Aufmarſch eine Kugel das linke Bein abgeſchoſſen, raffte ſich allein wieder vom Boden auf, und ſich auf ſein Gewehr, wie auf eine Krücke
ſtützend, ſchleppte er ſich bis zu einem Standplatz hin,
woo die Heeresmaſſen vorüber mußten, und den preu⸗ ßiſchen Kameraden, welche voll Mitleid auf ſein blu⸗ tendes Bein ſchauten, rief er mit lauter Stimme zu: „Brüder, fechtet wie brave Preußen! Siegt oder ſterbt für Eueren König!“— Ein anderer Grenadier, dem beide Füße abgeſchoſſen waren, lag in ſeinem Blute ſchwimmend auf der Erde und— rauchte ganz ge⸗ laſſen aus ſeiner kurzen Pfeife. Ein vorüberſprengen⸗ der feindlicher General, erſtaunt über dieſen Anblick, hielt ſein Pferd an und betrachtete mit bewunderndem Entſetzen den in einem Meer von Blut ſchwimmenden Krieger.
„Kriegskamerad,“ rief er,„wie iſt es möglich, daß Ihr in Euerem fürchterlichen Zuſtand noch Tabak rauchen könnt? Der Tod iſt Euch ja nahe!“
Der Grenadier nahm gelaſſen ſeine Pfeife aus dem Munde und erwiederte mit ſchon erblaſſenden und er⸗
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