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zu Hülfe, aber ſchon war Lucheſi gefallen und Schrek⸗ ken und Verwirrung begann auf dieſem rechten Flügel
der Oeſterreicher ſich zu verbreiten, während von dem
linken Flügel her Nadaſty ſchon zehn Boten an den Fürſten von Lothringen geſandt, und ihn beſchworen hatte, ibm zunächſt Hülfe zu ſenden, da dem linken Flügel des Heeres der eigentliche Angriff der Preußen gelte, und ſie auf dem rechten Flügel nur kriegeriſche Fechterkünſte machten. Carl von Lothringen, in rath⸗ loſer Verlegenheit über die entgegengeſetzten Nachrichten beider Feldherren, entſchied ſich für den rechten Flügel, wo die Reihen ſchon zu wanken begannen. Dorthin ſandte er Unterſtützung und ließ Nadaſty unbeachtet. Und nun ergoß ſich über den linken Flügel der Oeſterreicher die rauſchende Welle der preußiſchen Kriegsmacht. Mit ſolcher raſenden Begeiſterung ſtürmten ſie heran, daß die Reihen zu wanken began⸗ nen, daß die Regimenter zurückwichen. Vergebens ka⸗
men friſche Regimenter den geworfenen zu Hülfe, aber
ſie hatten nicht einmal Zeit ſich aufzuſtellen, und ſo wie ſie ſich zeigten wurden ſie zurückgeworfen. Und die ſo in paniſchem Schrecken entfliehenden Regimenter überholten, überſtürzten einander ſelber, auf die Flie⸗ henden fielen die Fliehenden, zu einem wirren entſetz⸗
lichen Knäuel löſte die Schlachtreihe ſich auf, unaus⸗
ſprechliche Verwirrung, grauſendes Entſetzen verbreitete ſich überall. Noch verſuchten es die kaiſerlichen Pan⸗ zerträger ſich in Schlachtordnung zu ſtellen, aber eine Geſchützreihe der Feinde brachte ſie bald auseinander, und die von ihren Erfolgen ſiegestrunkene und fana⸗ tiſch begeiſterte preußiſche Reiterei warf ſich jauchzend
in die Reihen der gepanzerten Schaaren und jagte ſie
auseinander. Ja, ſiegestrunken und fanatiſch waren ſie, die vordringenden Preußen! Mit gleichgültiger
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