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aufgeriſſenen Augen, mit athemloſem, zitterndem Herzen ihr nachſchaute, bis er nichts mehr von ihr ſehen konnte, nicht einmal das weiße Bündel, das ihr über der Schulter gehangen, und das lange noch wie ein weißes Irrlicht dahingetanzt war, als er Anna's Geſtalt nicht mehr wahrnehmen konnte.
Dann trat Karl Heinrich Buſchmann zurück in das Haus ſeiner Braut, und ſchloß die Thür hinter ſich zu. Sein Herz war ſchwer und kummervoll, am meiſten deshalb, weil er fühlte, daß er ſich ſeiner ſelber zu ſchämen habe. Er bereute, was er gethan, aber es fehlte ihm doch die Kraft, es zu ändern, und indem er bereute, und um Anna weinte, freute er ſich doch heimlich, daß er daheim bleiben konnte, daß er nicht nöthig hatte, in den wilden, fürchterlichen Krieg zu gehen.
Am Morgen des zweiten Tages nach Anna So⸗ phiens Abreiſe waren alle Bewohner des Dorfes Brünen in einer mächtigen Aufregung. Zwei Neuig⸗ keiten beſchäftigten Alt und Jung.— Karl Heinrich Buſchmann war aus Cleve zurückgekehrt. Man hatte ihm den Beſcheid gegeben, daß er dies Mal noch ent⸗ behrt werden könne, und daß man ihn bis zur nächſten Aushebung zurückſtellen wolle.— Die zweite Nach⸗ richt war, daß Anna Sophie nicht von ihrem Beſuch
bei ihrer Tante zurückgekehrt ſei.
3 Man erwartete ſie mehrere Tage lang, und als ſie auch dann nicht heimkehrte, ging Karl Heinrich hin⸗ über auf das Dorf, wo ihre Tante wohnte.— Aber er kehrte mit betrübtem Geſicht wieder heim. Anna Sophie war nicht dort, und ihre Tante hatte ſie gar nicht geſehen!
Was war aus ihr geworden? Wo war ſie ge⸗ blieben? Niemand wußte es ſich zu erklären! Viele


