IV. 4 Der Abſchied vom Dorfe.
Dank dieſer Ueberlegung begab ſich Karl Heinrich im Laufe des Vormittags mit den anderen Burſchen
zum Dorfſchulzen, wo der Officier ſie beſichtigte, und
diejenigen unter den Burſchen auswählte, welche für dies Mal ausgehoben werden ſollten.— Als der Of⸗ ficier Karl Heinrich's Namen nannte, und ihm ſagte, daß er ſich unter den Erwählten befände, wunderte dieſer ſich gar nicht, und ſein Antlitz blieb ganz heiter und lachend, während die übrigen Burſche ſtill und
aachdenkend vor ſich hinſchauten. Nur, als der Offi⸗
cier Jedem von ihnen einen gedruckten Zettel, den er mit ihrem Namen bezeichnet hatte, übergab, und ihnen befahl, damit noch heute Abend nach Cleve zu wandern und ſich zur Einkleidung auf dem Militairamt zu ſtel⸗ len, da erbat ſich Karl Heinrich für ſeine Perſon auf einen Tag lang Urlaub. Er habe noch mancherlei Anordnungen zu treffen, ſagte er, für ſeinen Vater zu ſorgen, und wolle ihm ſein bischen Hab' und Gut und das Stück Ackerland, das er von ſeiner Mutter geerbt, noch gerichtlich verſchreiben.
Der Officier bewilligte ihm den Urlaub für dieſen Tag, aber die übrigen Burſche, welche für Niemand zu ſorgen hatten und gar nicht aus dem Dorf ge⸗ bürtig waren, hieß er noch heute ihre Wanderung an⸗ treten.
Karl Heinrich verließ mit heiterem Geſicht die Wohnung des Dorſſchulzen, aber ſtatt in das kleine


