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kühnes Feuer blitzte aus ihren Augen, ſie ſchien ſo ganz verändert in Geſtalt und Ausdruck, daß Karl Heinrich entſetzt vor ihr zurückwich.
Anna Sophie, mir graut vor Dir, ſagte er ſchau⸗ dernd, Du ſiehſt ganz anders aus, wie ſonſt, Du biſt nicht mehr die, welche Du geſtern warſt!
Nein, ſagte ſie, das bin ich auch nicht. Geſtern war ich Anna Sophie Detzloff, und heute werde ich noch Karl Heinrich Buſchmann ſein. Sage nichts da⸗
gegen, es muß ſo ſein, und es ſoll ſo ſein! Du ſollſt
Deinem Vater nicht das Herz brechen, Du ſollſt dem Dorf keine Schande machen. Der König hat Dich gerufen, Du mußt ſeinem Ruf folgen! Nur werde ich für Dich gehen, nur wirſt Du ruhig Dein Korn dre⸗ ſchen, Dein Heu einfahren, Deinen Acker beſtellen und Deinen lieben alten Vater pflegen, während ich für
Dich in's Feld ziehe und für Dich fechte.
Anna Sophie, rief Karl Heinrich mit überſtrömen⸗ den Augen, ſo ſehr liebſt Du mich, daß Du für mich das Leben wagen willſt?
Sie ſchüttelte langſam und ſinnend ihr Haupt. Ich weiß nicht, ob ich es aus Liebe thue, ſagte ſie, ich thu's nur, weil ich muß, und weil's keinen anderen Ausweg giebt, uns Allen zu helfen. Laß uns nicht weiter drüber reden. Sage nur, daß Du's an⸗ nimmſt?
Es iſt unmöglich, Anna Sophie!
Sage nur, daß Du's annimmſt, und Alles wird möglich ſein.
Ich kann's nicht annehmen, es wäre eine Schande
für mich!
Sie preßte ihre Zähne feſt aufeinander, und ihre
Augen ſprühten helle Zornesflammen. Höre nur das
Siine, ſagte ſie. Ob Du nun gehſt oder bleibſt, ich
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