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geſund, Du biſt unverheirathet, und haſt Niemand zu ernähren, denn Dein Vater bedarf Deiner nicht. Wes⸗ halb ſollten ſie Dich alſo nicht nehmen, da der König Soldaten braucht.
Es iſt wahr, murmelte Karl Heinrich ganz nieder⸗ geſchlagen, weshalb ſollten ſie mich nicht nehmen!— Dann nach einer Pauſe rief er ganz verzweiflungs⸗ voll: Aber ich will nicht Soldat werden! Ich kann's nicht! Denn es iſt wahr, ich bin feig, ich habe keine Courage. Das iſt ein angebornes Ding, Nie⸗ mand kann's ſich nehmen, Niemand kann's ſich ge⸗ ben, und ich hab's nicht! Ich kann alſo nicht Soldat werden.
Und Du ſollſt es auch nicht! ſagte Anna Sophie ganz entſchloſſen.
Wie willſt Du's ändern?
Ich werde ſtatt Deiner Soldat werden!
Karl Heinrich ſah ſie mit weit aufgeriſſenen Augen an. Erſt hatte er Luſt zu lachen, als er aber in ihr ernſtes, erglühtes Antlitz ſah, als er darin einen feſten, kühnen, unwiderruflichen Entſchluß erkannte, ward er ganz ernſthaft.
Du willſt Soldat werden? fragte er.
Ich will's und ich kann's, denn ich habe viel Muth, und wenn ich an den Krieg denke, ſo klopft mein Herz, aber nicht vor Angſt, ſondern vor Freude, und ich meine, es giebt keinen ſchöneren und ſeligeren Tod, als zu ſterben unter dem Donner der Kanonen, unter den Siegesliedern der vorwärtsſtürmenden Freunde, zu ſterben mit der Fahne in der Hand, und während das Blut aus der Wunde quillt, zu rufen:„Es lebe das Vaterland! Es lebe der König!“
Sie ſah ſo wunderbar ſtrahlend und begeiſtert aus, ihre Geſtalt richtete ſich ſo majeſtätiſch empor, ein ſo


