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Herrn Pfarrer gehen, damit er mir ein Zeugniß aus⸗ ſtelle, daß ich durchaus nicht in den Krieg gehen kann, weil ich meinen alten, ſchwachen und kränklichen Vater zu ernähren habe, und er verhungern müßte, wenn ich nicht da wäre.
Karl Heinrich, Dein Vater iſt nicht kränklich und nicht ſchwach, und er wird nicht verhungern, wenn Du auch nicht da biſt, denn er weiß ſehr wohl ſich ſelber zu ernähren.
Aber ſo alt wie er iſt kann er jeden Augenblick ſchwach und hinfällig werden und meiner Hülfe be⸗ dürfen. Ich würde Tag und Nacht keine Ruhe haben, wenn ich da draußen im Kriege wäre und dächte, daß
mein alter Vater vielleicht krank und elend in ſeiner
Hütte läge, und hätte Niemand, der ihn pflegte und ihm ein Stück Brot reichte.
Karl Heinrich, deshalb ſei außer Sorgen, ſagte Anna feierlich. Ich ſchwöre Dir, daß ich ihn liebe und für ihn ſorgen will wie eine Tochter. Es ſoll ihm an nichts fehlen, und wenn er nicht mehr arbeiten kann, nun, ſo habe ich geſunde Hände, um für uns Beide arbeiten zu können. Geh' alſo ruhig in den Krieg, ich bleibe an Deiner Stelle hier zurück.
Nein, nein, rief Karl Heinrich erbleichend, ich will nicht in den Krieg gehen. Ich kann mich von Dir nicht trennen, Anna Sophie, und ich will's auch nicht. Du haſt mir geſchworen, daß Du mein Weib werden willſt, und ſo will ich den Herrn Pfarrer bitten, daß er uns noch heute zuſammenthut. Dann werden ſie mich nicht von hier fortnehmen können, denn dann bin ich verheirathet und habe für meinen Vater und meine Frau zu ſorgen!
Niicht für mich, Karl Heinrich, denn ich werde Dich jetzt noch nicht heirathen. Haben wir uns denn ſchon Mühlbach, Friedr. d. Gr. ꝛc. III. 3
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