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ſo viel geſpart, um uns einen Hausſtand einrichten zu können? Iſt denn jetzt die Zeit, um Hochzeit zu ma⸗ chen und ſich ein Neſt zu bauen, während Sturm und Krieg wie ein Würgengel durch das Land brauſt und Unglück und Verderben überall ausſtreut? Nein, nein, Karl Heinrich, wir können jetzt nicht heirathen!
Weil Du nicht magſt, Anna Sophie. Aber Du ſollſt mögen! Ich habe einmal Dein Wort, und Du mußt es halten! Ach, Anna Sophie, ich hab' ſo eine Sehnſucht, Dich meine Frau nennen zu können.
Aber ich hab' gar keine Sehnſucht darnach, ſagte ſie trocken, indem ſie ruhig ſeine Arme, welche ſie umfangen wollten, zurückwehrte. Nein, Karl Hein⸗ rich, gar keine Sehnſucht zu heirathen, und,— ich will Dir etwas ſagen, wenn Du mich gern heirathen möchteſt, und zwar heute noch, ſo geſchieht das nicht aus Liebe von Dir, ſondern weil Du Dich gern retten möchteſt!
Er ſchlug vor ihren großen, durchdringenden Augen, die ſo forſchend auf ihm ruhten, den Blick zu Boden. Retten? Wovor retten, Anna Sophie?
Davor, Karl Heinrich, daß Du Soldat werden ſollſt! Denn ich habe geſtern Abend auf Deinem Ge⸗ ſicht geleſen, daß Du keinen Muth haſt!
Das haſt Du geleſen?
Ja, Karl Heinrich, ich hab' auf Deiner Stirn ge⸗ leſen, daß Du Dich fürchteſt.
Nun denn, ſagte er nach einer Pauſe, ja, Anna Sophie, Du haſt recht geleſen. Ich habe keinen Muth, und ich fürchte mich! Ich bin's nicht gewohnt, ruhig ſtehen zu bleiben, wenn einer ſein Gewehr auf mich anlegt; zu ſchreien; es lebe der König! wenn die Ka⸗ nonenkugeln um mich herumſauſen, einzuhauen auf
Menſchen, die mir nie etwas gethan haben und denen


