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ganze Welt dabeiſtehen und es hören, da es aber et⸗ was Schlimmes iſt, ſo müſſen wir allein ſein dazu.
Sie ſchwieg und ließ ſich langſam auf den moos⸗ bewachſenen Waldrand niedergleiten, indem ſie Karl Heinrich ſtumm bedeutete neben ihr Platz zu nehmen. Er that es mit einer gewiſſen Scheu, er ſetzte ſich nicht dicht zu ihr, wie er es ſonſt oft an dieſer Stelle gethan, wenn ſie Sonntags mit ſeinem Vater in den Wald gegangen waren, und während der Alte zum erquickenden Schlummer ſich unter einen Baum ge⸗ lagert hatte, hier zärtlich miteinander geflüſtert und gekoſt hatten.—
Hier war's, Karl Heinrich, wo Du mir zuerſt geſagt haſt, daß Du mich lieb hätteſt, ſagte Anna haſtig.
Ja, hier war's, Anna Sophie, erwiederte er. Und Du ſagteſt mir damals auch, daß Du mich wieder lieb hätteſt, und daß Du mein Weib werden wollteſt, wenn wir uns Beide genug erſpart hätten, um eine Wirthſchaft anfangen zu wollen. Aber ich hab' doch immer gefühlt, daß Du mir nicht ſo gut biſt, wie die anderen Mädchen im Dorf es ihren Liebſten ſind. Du haſt mir noch niemals Abends erlaubt, unter Dein Fenſter zu kommen, ich hab' Dich noch niemals in den Arm nehmen, und ſo herzhaft küſſen dürfen, wie es die anderen Burſche mit ihren Mädchen thun, und niemals, nein noch niemals haſt Du mir freiwillig und unaufgefordert einen Kuß gegeben, und dann auch nur, wenn mein alter Vater und ſein Phylax dabei waren.
Es liegt nicht in meiner Natur zärtlich zu ſein, ſagte Anna achſelzuckend. In meiner Poſtille habe ich ein Mährchen geleſen, darin kommt ein Mädchen vor, von der ſie ſagen, daß die böſe Fee einen Reifen um


