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Geier über ihm und hat ihre Fänge nach ihm aus⸗ geſtreckt. Schon erſchallt die Stimme meines erhabe⸗ nen Neffen, des Kaiſers von Deutſchland, durch das ganze Reich, ſchon wird in allen deutſchen Städten das Dehortatorium des Kaiſers verkündet, welches den ländergierigen König ermahnt, von ſeiner unerhörten, höchſt frevelhaften und ſträflichen Empörung abzulaſſen, dem König von Polen alle Koſten zu erſtatten, und ſtill und ruhig nach Hauſe zu gehen. Es iſt möglich daß der König in ſeinem Uebermuth nicht darauf achtet, aber ein offneres Ohr wird hoffentlich der deutſche Kaiſer bei den Generalen und Kriegsoberſten des Uſurpators finden. Dieſen befiehlt der Kaiſer durch Avocatoria„ihren gottloſen Herrn zu verlaſſen, und ſeine entſetzlichen Verbrechen nicht zu theilen, wofern ſie ſich nicht der Ahndung des Reichsoberhauptes bloß⸗ ſtellen wollten.“*) 3
Ich fürchte, ſeufzte Gräfin Ogilva, die Augen zum Himmel wendend, ich fürchte, ſie werden in ihrem Uebermuth die heilige Stimme des rechtgläubigen Kai⸗ ſers nicht hören.
So werden ſie die Stimme ſeiner Kanonen hören müſſen, rief Marie Joſephine ungeſtüm, ſo wird der Donner unſerer Geſchütze mit dem Zorn Gottes über ſie hinfahren und ſie zerſchmettern, und wie vom Blitze zerſchlagen werden dieſe ketzeriſchen Schaaren zu Boden ſinken vor den Schwertern, die der heilige Vater, der Statthalter Gottes, geſegnet hat!
In dieſem Moment ward die Thür des Vorſaals haſtig geöffnet, und der dienſthabende Kammerherr der Königin erſchien auf der Schwelle.
*) Preuß. Lebensgeſchichte Friedrichs des Großen Th. II. Seite 9.


