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jeſtät der König und Churfürſt mir ſogleich Gehör ſchenke.
Graf Brühl, gleichſam von Entſetzen und Schrecken gelähmt, ſtarrte ihn an, und fand nicht ſogleich die Kraft zu einer Erwiederung. König Auguſt aber er⸗ hob ſich einen Moment von ſeinem Sitz, und den beiden Herren mit ſeiner Hand winkend, ſagte er: Graf Brühl, ich bitte Sie, mir den Abgeſandten mei⸗ nes königlichen Bruders von Preußen hierher zu führen. Ich bin bereit, ihm dieſe, auf ſo ungewöhn⸗ liche Weiſe geforderte Audienz, welche daher auch einen ungewöhnlichen Zweck haben muß, zu bewilligen.
Sofort traten die beiden Grafen unter das könig⸗ liche Zelt. Ich weiß nicht, ſagte Graf Maltzahn feierlich, ob Euer Majeſtät befehlen wollen, daß dieſe glänzende Geſellſchaft Zeuge deſſen ſein ſoll, was ich zu ſagen habe. Ich erhielt von meinem königlichen Herrn den Befehl, Euer Majeſtät um eine Privat⸗ Audienz zu erſuchen. 3
Schließen Sie die Vorhänge, befahl der König.— Graf Brühl drückte mit zitternder Hand an der in einer der vergoldeten Säulen angebrachten Feder und ſofort rauſchten die ſammetnen Vorhänge, in deren Mitte ſich ein goldenes Gitterwerk befand, um Luft und Licht einzulaſſen, herunter. Die in dem Königs⸗ zelt Verſammelten waren jetzt von der übrigen Ge⸗ ſellſchaft wie durch eine Mauer abgetrennt.
Jetzt, mein Herr Graf, ſagte der König, indem er ſich wieder neben der ſtolzen und ſchweigenden Köni⸗ gin niederließ, jetzt reden Sie!
Graf Maltzahn verneigte ſich tief, dann zog er ein Papier aus der Bruſttaſche hervor und begann mit lauter und feierlicher Stimme zu leſen.
Es war ein Manifeſt des Königs von Preußen,
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