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werde nicht raſch genug reiſen können. Pöllnitz, Sie müſſen mir einen Courier ſchaffen.
Ich will es verſuchen, ſagte Pöllnitz. Für Geld kann man Alles haben auf der Welt, und ich denke, es wird Euer Königliche Hoheit auf einige Louisd'or mehr oder weniger nicht ankommen..
Schaffen Sie mir einen Boten, und ich will ihm jede Stunde Weges mit einem Goldſtück bezahlen. Dann werde ich einen Boten ſchaffen, ich werde meinen eigenen Diener ſchicken, Königliche Hoheit. In einer halben Stunde ſoll er reiſefertig ſein.
Gott ſei gelobt! ſeufzte Amalie, es wird alſo viel⸗ leicht doch noch möglich ſein, ihn zu retten. Laſſen Sie mich jetzt raſch den Brief ſchreiben, und dann ſen⸗ den Sie Ihren Boten ab. Er ſoll eilen, als ob er Flügel hätte, als ob der Wind ihn auf ſeinen Rücken genommen. Je früher er mir das Antwortſchreiben des Herzogs bringt, deſto größer ſoll ſeine Belohnung ſein. Oh, ich will ihn belohnen, als ob ich eine ſtolze Königin und nicht eine arme, ſchmerzbeladene Prin⸗ zeſſin wäre!.
Schreiben Sie, Prinzeſſin, ſchreiben Sie, drängten Pöllnitz. Oder nein, haben Sie die Gnade mir, be⸗ vor Fräulein von Marwitz zurückkehrt, die hundert Louisd'or zu geben, welche ich Herrn von Weingarten für ſeine Benachrichtigung verſprochen habe, und dann mögen Euer Königliche Hoheit, wenn Sie wollen, für mich die Ducaten hinzufügen, von welchen Sie die Gnade hatten zu ſprechen.
Prinzeſſin Amalie antwortete nicht. Sie trat zu
ihrem Schreibtiſch, und ſchrieb mit feſter und ſicherer Hand einige Zeilen, die ſie alsdann Pöllnitz hinreichte. Nehmen Sie, ſagte ſie faſt verächtlich. Es iſt eine
Anweiſung auf meinen Banquier, Herrn Orquelin; er


