Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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Die Prinzeſſin ſagte das in der ſcharfen, abſtoßen⸗ den Weiſe, welche ihr eigen war, und die ſie gewiſſer⸗

maßen als einen Stachelpanzer um ihre wunde Bruſt gelegt, um ſich damit zu ſchützen vor jeder Berührung u und jeder Annäherung. Und ſie hatte dieſen Zweck

vollkommen erreicht; man kannte und fürchtete ihre

ſtachlichte Nähe, und wich ihrer Berührung, welche

immer verwundete, gern aus; man erzählte ſich ihre

ſcharfen und beißenden Bonmots, man machte aus

ihren ſanglanten und ſchneidenden Witzworten einen

willkommenen und erheiternden Stoff der Unterhal⸗

tung und Beluſtigung, und Niemand ahnte und wußte,

daß Amalie nur deshalb ſolche ſpitzen und verwunden⸗

den Pfeile um ſich her ſchleuderte, um allein zu ſitzen

auf dem Iſolirſtuhl ihres Kummers, um Alle ſo fern

von ſich zu halten, daß Niemand ihre Seufzer und

ihr Aechzen hören und den Gram in ihren Mienen leſen könne.

Und dennoch, allergnädigſte Prinzeſſin, bitte ich um Gehör, ſagte Pöllnitz mit ſeiner unverwüſtlichen guten Laune. Wenn meine Stimme rauher iſt, wie die jenes

Naben, nun, ſo gebe mir Euer Königliche Hoheit Zuckerbrod und ſie wird ſanft werden, wie die eines unſchuldigen Mädchens. 1 Ich denke, ein Ducaten wäre Ihnen lieber, Pöllnitz, ſagte Amalie ſcharf. Mit Zuckerbrod iſt Pöllnitz nicht zu gewinnen, aber für Geld folgt er dem Teufel ſelbſt in die Hölle.. Da haben Euer Königliche Hoheit Recht. Ich wünſche überhaupt nicht in den Himmel, ſondern in ddie Hölle zu kommen, denn dort werde ich immer in ddeer beſten und intereſſanteſten Geſellſchaft ſein. Die genialen Leute ſind alle geborene Teufelsbraten, und

ine gewiſſe Genialität haben mir Euer Hoheit ja

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