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und niemals ſeitdem hat man dies Zimmer anders als auf Socken betreten. Ziehen Sie alſo gefälligſt Ihre Schuhe aus!
Balby beeilte ſich ihrem peremtoriſchen Befehl zu folgen. Ich denke, Madame, es wird genügen, wenn
ich dieſem Familiengebrauch Ihres Hauſes nachkomme,
ſagte er. Sie werden meinem Bruder dieſe Ceremonie erſparen kannen?
Und weshalb ſollte ich das? fragte Madame Witte erſtaunt. Seine Schuhe ſind nicht reiner und ſchöner als die Ihrigen, oder die irgend eines anderen Men⸗ ſchen. Haben Sie alſo die Güte, mein Herr, Ihre Schuhe gleichfalls auszuziehen.
Sie haben Recht, Madame, ſagte der König ernſt⸗ haft, muß man doch, um in das Himmelreich zu ge⸗ langen, erſt ſeinen ganzen alten Menſchen ausziehen; es iſt daher ſehr wenig gefordert, daß man, um in Ihr Putzzimmer zu gelangen, bloß ſeine Schuhe aus⸗ ziehen ſoll.
Er bückte ſich nieder, um die Schnallen ſeiner Schuhe zu löſen; als Balby ihm dabei behülflich ſein wollte, wehrte er ihn zurück. Nicht doch, ſagte er, Du ſollſt mir nicht die Schuhriemen löſen, Bruder Heinrich, denn Du biſt mehr werth, als das, und die Madame Witte möchte ſonſt denken, ich ſei ein an⸗ maßender Menſch und tyranniſire meinen Bruder. So, Madame, die Schnallen ſind gelöſt, da liegen meine Schuhe, und jetzt ſind wir würdig in das Himmelreich Ihres Putzzimmers einzutreten.
Frau Witte öffnete mit unerſchütterlichem Ernſt die Thür und ließ ſie eintreten, und indem ſie ſich dann in ihr eigenes Zimmer begab, ſagte ſie vergnügt vor ſich hin: Jetzt werde ich morgen wieder abzu⸗
ſtäuben haben, denn die Kleider dieſer Fremden waren
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