Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Thür die beiden Fremden beobachtete. Borgen oder Credit verlangen, das werden ſeine Geſchäfte ſein.

Und darf man fragen, worin Ihre Geſchäfte be⸗ ſtehen? fragte der Comtoirdiener. Denn um Herrn Witte, welcher auf dem Caſino iſt, bolen zu dürfen, muß ich erſt wiſſen, was Sie von ihm wollen.

Ich will einen Wechſel auf zehntauſend Thaler bei ihm eincaſſiren, ſagte Friedrich Zollern barſch. Jetzt öffnete ſich haſtig die Thür und Madame Witte trat heraus, um den Fremden und ſeinen Be⸗ gleiter zu begrüßen. Wenn es Ihnen gefällig iſt, meine Herren, ſo bitte ich Sie, einzutreten, ſagte ſie verbindlich, und meinen Mann zu erwarten. Er wird in einer Viertelſtunde hier ſein. Laufe, Andres, und hole ihn.

Andres ſprang von dannen und Madame Witte geleitete die beiden Fremden ſchweigend den Teppich⸗ ſtreifen des Vorſaals entlang. Vor der Thür des Putzzimmers angelangt, zog ſie mit einem raſchen Schwunge ihre Schuhe aus und blieb dann ſtehen, indem ſie die beiden Fremden erwartungsvoll anblickte.

Nun, Madame? fragte der König. Sollen wir hier vor dieſer Thür den Herrn Witte erwarten, oder wollen Sie uns vielleicht in das nächſte Zimmer führen?

Gewiß will ich das, ſagte fie gutmüthig, aber um 5

das zu thun, warte ich nur auf Sie? 1. 3 Auf uns? Und was ſollen wir thund

Nun, das, was ich gethan habe, Ihre Schuhe aus⸗ ziehen! 84

Niemals, mein Herr. Das iſt der Brauch hier

ch ſeit meinem Großvater her. Er ließ das Haus bauen,