Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſammenſchraken und verwundert nach ihm ſich um⸗ ſchaueten. 4

Balby, mein Freund, ſagte der König, noch immer⸗ fort lachend, ich will Dir etwas ſehr Komiſches ge⸗ ſtehen. Ich habe mich in meinem ganzen Leben nicht ſo gedemüthigt und beſchämt gefühlt, als in dem Mo⸗ ment, wo Seine Herrlichkeit im Triumph in die Gal⸗ lerie eintrat, und wir Beide in Demuth zum Hauſe hinausſchlichen. Wahrhaftig, ich bin ein ſolcher Thor, daß ich mich geärgert habe, und doch fühle ich jetzt, daß dieſe Scene von einer unwiderſtehlichen Komik war. Oh, oh, Balby, lache doch mit mir. Denke doch, wir Beide, die wir uns einbilden, ein paar ſtatt⸗ liche, hübſche Männer zu ſein, die wir ſchwärmen für den Gedanken, nicht durch unſere Titel und Namen, ſondern durch unſeren hohen Werth, durch unſer edles Menſchenthum etwas zu bedeuten, wir werden aus dem Hauſe gewieſen, während man dieſen kleinen, ver⸗ ſchrumpften, ekelhaften Greis mit hohen Ehren em⸗ pfängt. Er roch wie ein Salbenkaſten, wir duften nach Ambra, vergeblich, Herrn Abramſon roch er wie Manna.

Herr Abramſon hat keine feine Naſe, lachte Balby, ſonſt würde er in Ohnmacht gefallen ſein vor Ent⸗ zücken über dieſen Geruch des Königthums. Aber im Ernſt, dieſer Herr Abramſon iſt ein unverſchämter Ge⸗ ſelle, und ich flehe Euer Majeſtät an, den Herrn Zollern an ihm zu rächen.

Das will ich, und zu Gunſten Deiner Bitte will ich Dir die unziemliche Majeſtät auf neutralem Boden vergeben. Ja, dieſer Abramſon iſt ein Unverſchämter, welcher Strafe verdient hat. Er hat mich als Mann und Menſch beleidigt, der König ſoll ihn dafür züch⸗ tigen. Das können wir Beide von ihm als Entſchädi⸗