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Das Antlitz des jüdiſchen Banquiers ſtrahlte vor Vergnügen. Seine Herrlichkeit möge die Gnade haben auszuſteigen, ſagte er. Ich ſchätze es mir zur Ehre, ihm meine kleinen Kunſtſachen zu zeigen. Meine Gal⸗ lerie iſt zwar heute geſchloſſen, aber für Lord Middle⸗ ſtone, nur für ihn werde ich ſie öffnen.
Sein geringſchätzender Blick traf dabei die beiden armen Muſikanten, welche zur Seite getreten und
ſtumme Zuhörer dieſer Scene geweſen waren.
Und jetzt wurden die beiden Thorflügel geräuſch⸗ voll geöffnet. Auf die Arme zweier Bedienten geſtützt, ſchwankte eine kleine, zuſammengeſchrumpfte Menſchen⸗ geſtalt, ein kleiner zitternder, in Pelze gehüllter Greis herein. Das war ſeine Herrlichkeit der Lord Middle⸗ ſtone! Und Herr Abramſon ſtürzte ihm mit tiefer Ehrerbietung entgegen, und ging rücklings vor ihm her, nach jener Thür, die in die Gallerie führte.
Aller Augen waren auf dieſe traurige Herrlichleit gerichtet, jeder fühlte, daß dem Hauſe des Herrn Abramſon eben hohe Ehre wiederfahren, denn Lord Middleſtone, der Geſandte des Königs von England, war zu ihm gekommen, um ſeine Kunſtſchätze zu ſehen! Das war eine Anerkennung, welche das Herz des Banquiers hoch erfreute, und einen neuen Glanz über ſein Haus verbreitete.—
Während jetzt die Thüren zur Gallerie weit geöff⸗ net wurden und Herr Abramſon ſeine Lordſchaft de⸗ müthigſt dahin geleitete, verließ der König unbeachtet mit Balby das Haus des Banquiers.
Eine Wolke lag auf ſeiner Stirn, und ſchweigend und in ſich gekehrt ſchritt er eine Zeitlang auf der Straße dahin. Dann plötzlich blieb er ſtehen, und Balby ſtarr anblickend, brach er in ein ſo lautes, herz⸗ liches Gelächter aus, daß die Vorübergehenden zu⸗


