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wir hier in einem Hotel ſind, deſſen Wirthin von allen Holländern wahrhaft angebetet und verherrlicht wird.
Und dieſes ſublime Stück Menſchenfleiſch willſt Du mir vorſetzen? rief der König entſetzt, mit dieſer hol⸗ ländiſchen Schönheit willſt Du mich ſatt machen? Geh', geh'’, Bruder Heinrich. Ich theile das Entzücken der Holländer nicht, ich finde dieſe Frau nicht anbetungs⸗ würdig ſchön, ſondern verabſchenenswürdig häßlich und alt.
Ah, Herr Zollern, die guten Mynheers beten ja die Frau van der Blaken auch nicht an wegen ihrer Schönheit, ſondern wegen einer Paſtete, welche ſie allein in ganz Amſterdam zu machen verſteht.
Ah, das iſt etwas anderes, Bruder Heinrich. Ich fange an, die Holländer zu achten, und werde mich ihrer Anbetung anſchließen, wenn die Paſtete gut iſt.
Gut? rief Balby mit komiſchen Pathos. Bemerk⸗ ten Euer— nein, bemerkten Sie nicht, Bruder Fried⸗ rich, daß ich mich, während Sie ganz voller Begeiſte⸗ rung vor Rembrandt's berühmtem Nachtwächterbild ſtanden—
Ein Bild, welches ich leider nicht bekommen werde, ſeufzte der König, dieſe ſtolzen Mynheers nennen das ihren Nationalſchatz, und wollen es nicht verkaufen!
Bemerkten Sie nicht, wie ich mich da mit drei oder vier dieſer kleinen dicken, pausbäckigen, wohlbehäbigen Mynheers ſo eifrig unterhielt? Denken Sie nicht etwa, daß wir da ſo eifrig von dem herrlichen Gemälde ſprachen, vor welchem wir ſtanden, und daß es des⸗ halb war, daß die guten Holländer ſo entzückt die Augen verdrehten. Nein, mein Herr, wir ſprachen von einer Paſtete. Die neugierigen Mynheers fragten mich, da ſie uns als Fremde erkannt hatten, woher wir kämen und wo wir hier logirten, und als ich
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