Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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die Wölfe begiebt, muß mit ihnen heulen, und wenn er auch ein Löwe iſt.*)

*) Dieſe ganze Unterredung des Königs mit dem Herrn le Catt iſt hiſtoriſch.(Siehe dazu: Thiébaut. Vol. I., p. 218. folgd. — Preuß: Friedrich der Große Th. I. S. 368. 411.) Der König vergaß dieſes Reiſeabenteuer nicht, ſondern ließ bald nach ſeiner Rückkehr aus Holland, Herrn le Catt eine Stelle in ſeiner nächſten umgebung, nämlich als Lektor anbicten. Le Catt folgte dem Ruf und genoß zwanzig Jahre hindurch die Gunſt und das Vertrauen des Königs. Dann aber ward er eines geheimen Briefwechſels mit d'Alembert beſchuldigt, mit dem er Eindrücke und Anſchaunngen, welche mau dem König einflößen wollte, ſollte verabredet haben; auch gab man ihm Schuld, daß er ſich verbindlich gemacht, ver⸗ mittelſt ſeines Einfluſſes Gunſtbezeugungen des Königs zu ver⸗ ſchaffen, und auch wirklich dergleichen zuweilen durch falſche, dem König gemachte Vorſtellungen, bewirkt habe. Nichts war dem Kö⸗ nig mehr zuwider, als dergleichen geheimes Getreibe. Da aber der Verdacht gegen le Catt nicht zureichend bewieſen war, ſo wurde der⸗ ſelbe nur dadurch beſtraft, daß er zwar in ſeinem Poſten blieb, aber nie mehr zum König gerufen ward. So erſchien denn le Catt, dem der König kein Wort des Mißfallens oder des auf ihm ruhenden Verdachtes jemals geſagt, einige Jahre hindurch regelmäßig zur ge⸗ wohnten Morgenſtunde im Vorzimmer des Königs, mußte aber, nachdem er einige Stunden vergebens gewartet, ungerufen abtreten. Endlich ſuchte er ſeinen Abſchied nach, den er auch erhielt.(Denk⸗ würdigkeiten meiner Zeit. Von Chriſtian Wilhelm von Dohm. Th. IV. S. 589.)

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