Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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wir uns von unſerm Normalmenſchenthum entfernt, denn die Weiſen ſagen ja, daß der Menſch von Natur gut ſei, und jetzt iſt es ſo weit, daß uns die Polizei wieder gut machen, und uns den Teufel austreiben will. Redet mir jetzt niemals wieder von einer Gott⸗ ähnlichkeit und dem leuchtenden Siegel, welches Gott auf die Stirn jedes Fürſten gedrückt, wodurch er ihn kenntlich gemacht habe vor allen Menſchenkindern. Herr Niclas hat nichts davon auf meiner Stirn geleſen, und ich hatte für ihn eines Verbrechers Angeſicht, bis ich mich durch meinen Paß als einen ehrlichen Menſchen legitimirt hatte. Arme, beklagenswerthe Menſchheit, wie tief biſt Du von Deiner Höhe gefallen, ſeit Frau Eva den Verführungskünſten der Schlange unterlag, und wie weit haben wir uns Alle von dem Paradieſe der Unſchuld entfernt! Aber dies ſind phantaſtiſche Träumereien, denen wir jetzt zu Gunſten dieſer duſ⸗ tenden Paſtete entſagen wollen. Komm, Freund, laß uns eſſen!

Und während der König aß, plauderte er in be⸗ haglicher Gemüthlichkeit mit Balby von den ergötzlichen Abenteuern des heutigen Tages.

Wahrhaftig, ſagte er lachend, als ſie ſich die Scene auf dem Boot jetzt wieder in ihren einzelnen Details vergegenwärtigten, wahrhaftig, ohne die Dazwiſchenkunſt dieſes gelehrten, holländiſch verſtehenden Fremden hätte es kommen können, daß Seine Majeſtät der König von Preußen in ſehr unangenehme, handgreifliche Berüh⸗ rung mit den ehrenwerthen, holländiſchen Bauern ge⸗ kommen wäre! Ah, und ich habe dieſem Rettungs⸗ engel noch nicht einmal meinen Dank geſagt. Du en mit ihm, Bruder Heinrich. Wer iſt er? Wie

eißt er?

Das weiß ich nicht zu beantworten, da ich ſeinen