Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſanfteſte Weiſe berührt, und wie er emporblickte, ſchaute er in das verdrießliche, rothe Geſicht eines Bauers, der zu ihm haſtige Worte ſprach, welche der König indeſſen, da ſie holländiſch waren, nicht verſtand. Er zuckte daher leicht die Achſeln und blieb ruhig ſitzen.

Aber der erzürnte Bauer geſticulirte immerfort, und deutete lebhaft auf den König und dann wieder auf dieſe bleiche junge Frau, welche mit zwei Kindern im Arm unfern von ihm ſtand.

Der König wiederholte ſein ſtummes Achſelzucken, als aber der erzürnte Mann ihn zum zweiten Male berühren wollte, machte der König eine ſo ſtolze ab⸗ weiſende Bewegung und ſein Auge blitzte ſo kühn und gebieteriſch, daß der Bauer erſtaunt und entſetzt einen Augenblick zurückwich.

Aber dies dauerte nur einen Moment, dann erhob ſich ein unwilliges Gemurmel unter den Leuten und Viele drängten ſich herzu, wie es ſchien, um dem Bauer beizuſtehen, der ſich jetzt wieder mit entſchloſſe⸗ ner und drohender Miene dem König näherte.

Der König ſaß noch immer ruhig auf ſeinem Platz, und blickte erſtaunt und verwundert auf die murrenden und zürnenden Phyſiognomien dieſer Leute, deren haſtige Worte er ſich vergeblich zu enträthſeln ſuchte..

Aber jetzt ward dieſes ſich immer vergrößernde Gewühl von zwei kräftigen Armen zertheilt, und Balby, welcher am anderen Ende des Bootes mit einem Fremden geplaudert hatte, näherte ſich jetzt in Beglei⸗ tung deſſelben dem König, an deſſen Seite er ſich mit drohenden und zornigen Mienen aufſtellte.

Sagen Sie mir nur, was dieſe Leute von mir

wollen, mon amis? fragte der König haſtig. Aber frei⸗

lich, wir Beide verſtehen kein Holländiſch. Mühlbach, Friedr. d. Gr. ꝛc. I. 1 12

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