fröhlich ſie lachen und plaudern, mit welchem ſtoiſchen Gleichmuth ſie dieſes langſame Fortbewegen des un⸗ beholfenen Fahrzeuges als eine unabänderliche Noth⸗ wendigkeit hinnehmen, und gar nicht murren, weil ihnen die heiße Nachmittagsſonne prall auf die Köpfe brennt! Wie ſie einander hülfreich ſind und gefällig, mit welcher natürlichen Höflichkeit die Männer den Frauen die beſten Plätze überlaſſen, wo ſie ein wenig Schatten finden, oder weniger im Gedränge ſind! Aber das Boot iſt zu ſehr überladen mit Menſchen, denn es giebt deren, welche nichts ſind und nichts haben, und doch, von einem Ort zum andern müſſen gar Viele. Die Männer, welche am Ufer einher⸗ ſchreitend, vermittelſt der an dem langen Boot befeſtig⸗ ten Stricke daſſelbe vorwärts ziehen oder„trecken“, wie der Holländer ſagt, dieſe zweibeinigen Pferde, dieſe Locomotiven der Treckſchuite ächzen vor Anſtren⸗ gung, und der Schweiß rinnt in dicken Perlen über ihre gebräunten Stirnen nieder; der Dudelſackpfeifer auf dem Boot ſpielt ſeine luſtigen Weiſen, aber er lockt damit die jungen Leute vergeblich zum Tanz; es iſt kein Platz zum Tanz, der ganze große Raum des Bootes iſt überdeckt mit Menſchen, und ſelbſt Frauen, ſelbſt Greiſe müſſen ſtehen, weil es für ſie auf den zu beiden Seiten des langen Raumes befindlichen Bänken keine Plätze mehr giebt.
Der König hatte dieſem Treiben eine Zeitlang mit ſichtbarem Wohlgefallen zugeſchaut, dies ungenirte Leben um ihn her, dieſes gänzliche Unbeachtetſein ſei⸗ ner eigenen Perſon ergötzte ihn, und kam ihm unge⸗ mein behaglich vor. Er lehnte ſich lächelnd zurück an das Deck der Kajüte, vor welcher er ſaß, und blickte mit heiteren Augen in das Menſchengewühl vor ſich. Plötzlich fühlte er ſeine Schulter nicht eben auf die


