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Dennoch wären wir vollkommen ſicher, daß er un⸗ ſere Entfernung gar nicht bemerkt, und nicht erfährt, ſagte Herr von Kaphenſt eifrig.
Vollkommen ſicher, beſtätigte Pöllnitz.
Vorausgeſetzt, daß der Baron von Pöllnitz dem König nicht ſelbſt dieſe Nachricht bringt, ſagte Baron Kalkreuth, deſſen ruhige und klare Blicke auf dem lächelnden Antlitz des Höflings ſeine innerſten Gedan⸗ ken zu leſen ſchienen..
Sie meinen alſo, daß ich eine Gelegenheit ſuche, von dem König fortgejagt zu werden? fragte Pöllnitz
lachend. Nein Baron, ſein Sie ohne Sorgen, ich werde ſchweigen, denn ich möchte nicht als Mitſchuldi⸗ ger erkannt werden. Mitgefangen, mitgehangen, das iſt ein gutes altes deutſches Sprüchwort.
Oh, ein— kluger Mann wie Sie weiß den Kopf immer zur rechten Zeit aus der Schlinge zu ziehen, und dafür den Kopf eines Andern hinein zu ſchieben, rief Kalkreuth heftig.
Baron Pöllnitz warf auf ihn einen mißtrauiſchen und ängſtlichen Blick. Baron Kalkreuth, ſagte er, ich wüßte nicht, daß ich mir Geld von Ihnen geliehen und Ihnen dadurch das Recht gegeben hätte, grob gegen mich zu ſein. Aber da Sie es eben geweſen ſind, ſo haben Sie es ohne Zweifel auf Abſchlag ge⸗ than, und ich muß Sie bitten, mir wenigſtens funßzig Louisd'or zu leihen, damit Ihr Ausfall gegen mich einen Milderungsgrund gewinne. 1
Ruhig, meine Herren, rief der Prinz, welcher bis jetzt ſinnend und mit ſeinen eigenen Wünſchen kämpfend dageſtanden hatte. Nehmen Sie Ihre Mäntel und gehen wir ſpazieren. Sagten Sie nicht, daß die Pferde vor dem Thore uns erwarteten, Baron Kalkreuth?
Ich ſagte es, Königliche Hoheit.


