werde an den König ſchreiben und um Urlaub für uns Drei bitten.
Das wird leider unmöglich ſein, Königliche Hoheit, ſagte eine ſüßliche Stimme hinter ihm, und als der
Prinz ſich umwandte, blickte er in das lächelnde Aut⸗ 3 litz des Herrn von Pöllnitz, der eben ſeine ſchönſte
und kunſtgerechteſte Verbeugung muchte.
Verzeihung, Königliche Hoheit, daß ich es gewagt habe, unangemeldet einzutreten, aber Sie ſelbſt hatten mir erlaubt, um dieſe Stunde zu kommen und Ihnen Bericht zu erſtatten über Ihre gnädigſt mir ertheilten Befehle..
Weshalb ſagen Sie, daß es unmöglich iſt, vom König heute Urlanb zu bekommen? fragte der Prinz haſtig.
Weil Se. Majeſtät ſich bereits in den Conzertſaal begeben hat und mit Quanz ein neues Flötenconzert probirt. Euere Königliche Hoheit wiſſen wohl, daß es ſtreng verboteu iſt, ihn im Conzertſaal zu ſtören.
Nun, ſo werden wir unſern Plan aufgebeu und hier bleiben müſſen, ſagte der Prinz mißmuthig, wäh⸗ rend Herr von Kaphengſt ſeinem Freunde Kalkreuth wüthende und drohende Blicke zuwarf.
Und weshalb wollten Euere Königliche Hoheit das thun? fragte Pöllnitz erſtaunt. Alle Vorbereitungen ſind getroffen, alle Ihre Befehle und Aufträge ſind pünktlich von mir erfüllt. Ich habe für Sie und Ihre beiden Freunde Maskenanzüge beſorgt, wie Euere Ho⸗ heit befahlen, und dieſelben liegen in meiner Woh⸗ nung in Berlin bereit, dort werden Sie ſich maskiren und den Wagen beſteigen, der Ihrer harrt und Sie zu dem Palais des Prinzen von Preußen führt. Nie⸗ mand wird Sie in Jgrer Verkleidung erkennen, oder wenn es geſchieht, wird doch Niemand es wagen,
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