So weit war der Prinz in ſeinem Selbſtgeſpräch gekommen, als die Thür leiſe geöffnet ward und ein Lakay eintrat mit der Meldung, daß die Herren von Kalkreuth und Kaphengſt im Vorzimmer der Befehle des Prinzen warteten.
Der Prinz hieß ſie eintreten und ging ihnen mit lächelndem Gruß entgegen, um ſeinen beiden jungen Freunden, deren Rieſengeſtalten ihn ſelber um einige Kopflängen überragten, die Hand zu reichen.
Willkommen, willkommen, ſagte er. Der Käfigt iſt wieder geöffnet und ich darf wieder ein wenig Luft und Sonnenſchein genießen. Laſſen Sie uns alſo nicht zögern, von dieſer Erlaubniß Gebrauch zu machen. Unſere Pferde ſollen geſattelt werden.
Sie ſind ſchon geſattelt, Königliche Hoheit, ſagte Baron Kalkreuth. Ich habe ſie hinausführen laſſen vor’s Thor, und ſobald es ganz dunkel geworden iſt, gehen wir dorthin und beſteigen ſie.
Wie, Sie meinen alſo nicht, daß wir vor meiner Thür auſſteigen und frank und frei von dannen reiten ſollten? fragte der Prinz verwundert.
Ich bin der Meinung, daß wir dies thun ſollten, rief Baron Kaphengſt fröhlich lachend. Jedermann wird glauben, daß Se. Königliche Hoheit nur einen Spazierritt unternimmt, und Niemand wird etwas Anderes glauben, während man neugierig werden wird, wenn wir zu Fuß die Stadt verlaſſen.
Ich denke, es ſieht aus, als ob ich mich fürchtete, wenn ich ſo heimlich und auf Schleichwegen mich ent⸗ ferne, ſagte der Prinz ſinnend.
Und die Heimlichkeit und die Schleichwege ſind gut für Prieſter und für alte Weiber, nicht aber für uns, rief Kaphengſt lachend.
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