Teil eines Werkes 
2. Theil (1839) Die Künstlerin
Entstehung
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waͤre ich noch jetzt zu retten geweſen. Aber wie konnte der ſtolze Fuͤrſt ſich herablaſſen dazu? Es war ja ſo ein herrlicher Triumph, der ihm ward. Er durfte eine Koͤnigin ver⸗ ſchmaͤhen.

Nein, rief er heftig, der Himmel iſt mein Zeuge, nicht um des Triumphes willen verſchmaͤhete ich.

Ihren Mund umvzog ein Laͤcheln, ach und welches Laͤ⸗ cheln! es lag Verzweiflung darin. Gehen Sie, ſagte ſie, Sie ſind, wie ſie Alle, grauſam, wenn ſie lieben, grauſam, wenn ſie haſſen, Egoiſten und Barbaren.

Lange Gewohnheit des Bekaͤmpfens ihrer Gefuͤhle hatte ſie leichtſinnig gemacht, die heftige innere Aufregung war verſchwunden, der letzte Ton aus der Jugend⸗ und Un⸗ ſchuldszeit ihres Lebens verklungen.

Vergeſſen Sie, ſagte ſie(ach und wie war ihre Stimme veraͤndert, ſie war ſo rauh und trocken, ſie zitterte nicht mehr in Thraͤnen), vergeſſen Sie, was wir ſprachen. Sie denken beſſer von mir, wie Sie ſich ſelbſt geſtehen moͤgen. Wie haͤtten Sie es ſonſt wagen moͤgen, ſo zu der maͤchtigen Herrſcherin zu reden. Ein Wort von mir, und Sie waren auf immer verſchwunden aus der Geſellſchaft, Sie ſollen ſich nicht getaͤuſcht haben. Eleonore kennt niemals klein⸗ liches Rachegefuͤhl. Laſſen Sie ſich ſagen, Fuͤrſt, lange nachdem wir nicht mehr ſind, nach Jahrhunderten vielleicht erſt, wird man mir Gerechtigkeit widerfahren laſſen, man wird vergeſſen, wo ich fehlte, und wird bedenken, daß ich dennoch Großes geleiſtet die Welt wird mich nicht ver⸗ geſſen! Und nun gehen Sie, Fuͤrſt. Wir werden uns niemals wieder ſo gegenuͤber ſtehen. Vielleicht war es das

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