Teil eines Werkes 
2. Theil (1839) Die Künstlerin
Entstehung
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letzte Mal, daß ein menſchliches Auge mich weinen ſah. Ver⸗ rathen Sie Niemand, daß Sie Zeuge meiner Thraͤnen wa⸗ ren. Es iſt voruͤber, hinfort bin ich nur noch die Herrſche⸗ rin, Koͤnigin. Sie winkte mit der Hand und entfernte ſich ſchnell durch eine Seitenthuͤr.

Lange noch ſtand der Fuͤrſt wie betaͤubt, dann murmelte er: ja, ſie iſt dennoch eine große Seele! Ihre Tugenden ſind die eines Engels, ihre Fehler ſind das Ergebniß ihres Schickſals. Ach, das Weib wird nicht oft gluͤcklich durch Ruhm, nicht auf dem Throne, nicht durch Glanz und Pracht, nur in beſcheidenem Kreiſe und an dem Herzen des Mannes, der ſie liebt und achtet, nur in den Armen ihrer Kinder giebt es fuͤr ein Weib Gluͤck und Befriedigung.

Ende des zweiten und letzten Theiles.