Teil eines Werkes 
2. Theil (1839) Die Künstlerin
Entstehung
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daß er nimmer zuruͤckkehren wuͤrde. Immer heftiger fuhr ſie fort: Ich ſtuͤrzte mich in Zerſtreuung und Luſt, denn, ſe⸗ hen Sie, eine Fuͤrſtin darf ja nicht weinen, oft lachte ich aus Yerzweiflung; die Menſchen hielten es fuͤr Froͤhlichkeit. Ach, ich war ſo elend damals. Er hatte mich gelehrt, daß die Liebe enden koͤnnte, und in neuen Banden ſuchte ich Vergeſſenheit ich fand ſie nicht. Dieſe Oede in mir war ſo ſchrecklich furchtbar! O wie oft lag ich in Thraͤnen auf meinem Lager, und verwuͤnſchte mich und mein Schickſal. Ach, die aͤrmſte Sclavin, duͤnkte mich, war gluͤcklicher wie die Gemahlin des maͤchtigen Koͤnigs. Er mißhandelte mich, das empoͤrte meinen Stolz. Ich war jedoch ein Menſch, Fuͤrſt, ſagte ſie weich, der Wurm kruͤmmt ſich, wenn er ge⸗ treten werden ſoll, das Thier ſchreit, wenn es zum Tode gefuͤhrt wird, und meine Qualen waren namenlos, und vielleicht gab mir die Groͤße Erſatz fuͤr die verlorenen Tage meines Lebens, die Liebe hatte mich getaͤuſcht, ich wollte Entſchaͤdigung ſuchen beim Ruhme ach, ich habe keine Ruhe gefunden, auch nicht auf dem Throne, mein Leben iſt eine ſtete Qual, ein Ringen nach Vergeſſen, ein Beſtreben einen Halt zu finden und Genuͤge. Ach, nichts bringt die lauten Stimmen meines Gewiſſens zur Ruhe, ich ſuche nichts mehr vom Leben, als Betaͤubung.

Tief erſchuͤttert hatte der Fuͤrſt ihr zugehoͤrt, und nun ſtand er auf und beugte ein Knie vor Eleonoren, und ſagte ernſt und ſeine Stimme zitterte vor Ruͤhrung: Koͤnigin, ich kam als Ihr Feind, Sie haben mich beſiegt, ich beweine Sie.

O, ſagte ſie, Sie haben mich um die letzte Hoffnung betrogen. Haͤtten Sie es verſucht mich zu lieben, vielleicht