Teil eines Werkes 
2. Theil (1839) Die Künstlerin
Entstehung
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ſchwieg Eleonore und athmete ſchwer. Sie fuhr ſich mit der Hand uͤber die Augen, als wollte ſie die Thraͤnen, die hervordringen wollten, zuruͤckdraͤngen, aber umſonſt! ſie ſtuͤrzten hervor, und ganz uͤberwaͤltigt ſagte ſie: Ich liebte ihn. Ich geſtand es meinem Vater nach langem Kampfe. Vergebens! die Fuͤrſtin durfte nicht ihrem Herzen folgen, ſie ward verhandelt, wie der Kaufmann ſeine Waaren verhandelt. Wer fragte darnach, ob ſie liebte.Du ſollſt deinen Gemahl auch nicht lieben, ſagte mein Vater, er verlangt nur deine Hand, deine Liebe gieb, wem du willſt.

Armes Geſchoͤpf, rief der Fuͤrſt.

Ja wohl, arm und elend, ſagte ſie, denn, ſehen Sie, Fuͤrſt, ich begriff nun, daß das Leben nicht ſo poetiſch und ſo koͤſtlich, wie ich einſt gewaͤhnt, ich war alt gewor⸗ den an Erfahrung in wenig Stunden. Und mit enthei⸗ ligter Liebe betrat ich den fremden Boden. Die Politik for⸗ derte, daß ich meinen Glauben aͤnderte, und ſo verlor ich den letzten Rettungsanker. Doch liebte ich, und dieſe Liebe erhielt mich. Sie erhob ſich in heftiger Bewegung, ihr Athem ging fieberiſch ſchnell, faſt ſtoͤhnend, ihr Geſicht erbleichte mehr und mehr, und muͤhſam ſagte ſie: Fuͤrſt, wiſe ſen Sie, was mich ganz elend machte? der Verrath deſ⸗ ſen, den ich liebte. Ich ſah ühn in den Armen einer Andern.

Wie, rief der Fuͤrſt, 3 waren Sie es mdh die ihn ver⸗ ließen?

Sie ſchuͤttelte traurig den gopf Nen, 19 glnne an

die Ewigkeit der Liebe aber als er mich verließ, da ward ich eine Andere, da floh mein guter Engel, und ich wußt