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er ſtolz in der Ferne ſtand, und nichts begehrte; das reizte die ſtolze Koͤnigin, und ſie beſchloß den Trotz des Vaſallen zu beugen, durch Liebe zu beugen, zu triumphiren uͤber ſeinen Stolz.—
Die Koͤnigin biß ſich auf die Lippe vor innerer Erregung und ſagte dann: und als Sie das Alles geleſen, was be⸗
ſchloſſen Sie zu erwiedern?
Daß ich nicht beſitzen mag, was Anderer Eigenchum
geweſen, entgegnete er feſt.—
Eleonore fuhr zuruͤck und ſtarrte den kuͤhnen Sprecher an. Die furchtbarſte Leidenſchaft malte ſich in ihren Zuͤgen, und ihre ganze Geſtalt zitterte vor Zorn. Sind ſie raſend, ſtotterte ſie dann, daß Sie wagen ſo zu ihrer Regentin zu ſprechen?
Nicht zur Koͤnigin ſpreche ich, ſagte er, ſondern zu dem Weibe, das mir ſeine Liebe antraͤgt, und dieſe muß mich hoͤren.—
Was hindert mich, rief ſie wild, meine Diener zu rufen und den Unverſchaͤmten in's Gefaͤngniß zu werfen.—
Dein Herz hindert dich, Eleonore, unterbrach er ſie, denn, armes Weib, dieß fuͤhlt, daß ich Recht habe, daß ein Mann, nicht ein Sclave dir gegenuͤber ſteht.
Schweigen Sie, ſprach ſie heftig.— 1
Nein, ich will reden, Eleonore, und du ſollſt nich hoͤ⸗ ren. Sieh, ſagte er, und trat vor ſie hin, ſieh, ich hatte es
anders beſchloſſen, als ich kam. Ich ahnte, was du wollteſt,
und meine Gleichguͤltigkeit ſollte dich ſchrecken und dir meine Verachtung zeigen.— Hal rief ſie wild.— 4


