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Wieder begann ſie ihre Klage: o Edmund, warum biſt du von mir gegangen?— Du ſtandeſt mir zur Seite, wie ein guter Engel, durch dich waͤre ich wieder geworden, wie du, gut und rein! Warum haſt du mich verlaſſen, mein Schutzengel, ich bin verloren ohne dich!—
Peter, der in dem Kreiſe ſtand, ſchluchzte laut und mur⸗ melte dabei: Donner, haͤtte ich gewußt, daß es ihr Liebſter waͤre, ſo haͤtte ich mir lieber ſelbſt den Schaͤdel geſpalten, ehe ich ihr ein Leid zugefuͤgt haͤtte.—
Das Geraͤuſch aber ſchreckte die aufgereizten Nerven Eleo⸗ norens, ſie flog empor, ihr Auge blitzte, drohend hob ſie den Arm und mit gewaltiger Stimme rief ſie:
Wer hat ihn erſchlagen?—
Alles blieb ſtumm, kein Auge erhob ſich zu der Zürnen⸗ den, nur Graf Seſſo blickte angſtvoll auf die Koͤnigin. Die⸗ ſer gewaltige Schmerz konnte alle ihre Arbeit nutzlos machen, Eleonore mußte zur Stadt, mußte ſich ihrem Volke, ihren Soldaten zeigen, und weilte hier in thatenloſen Klagen.—
Wie, rief ſie und blickte veraͤchtlich umher, ihr zittert, feige Sclaven, ſchlagt euer bloͤdes Auge nieder.—
O, er, er, den ihr gemordet habt, er allein war ein freier Mann, er allein ſprach zu mir, wie es dem Manne geziemt, er warnte mich. Und er, er iſt hin!—
Und wieder ſank ſie nieder— da ertoͤnte das Blaſen der Trompeten, Reiter ſprengten heran.
Wo iſt Eleonore, unſere Koͤnigin, rief es laut von außen.—
Graf Seſſo athmete auf: Gelobt ſei Gott, murmelte er, es iſt Suhdi⸗ mit der Garde.
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