Teil eines Werkes 
2. Theil (1839) Die Künstlerin
Entstehung
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Die Krieger drangen in den Hof, Sophie an ihrer Spitze. Sie ſchwang ſich vom Pferde und reichte dem Bruder die Hand.

Sieh dort, fluͤſterte er, da liegt Eleonore!

Dieſe blickte hin, und ein veraͤchtliches Laͤcheln ſpielte um ihre Lippen: Immer noch das ſchwache, liebegluͤhende Weib, ſagte ſie veraͤchtlich. Ich will ſie wecken, ſie muß zur Stadt.

Sie trat zur Koͤnigin, und leicht ihre Schultern beruͤh⸗ rend, ſagte ſie feſt und laut:

Eleonore, dein Volk ruft dich! Es ruft, Heil Eleo⸗ noren.

Eleonore lebe hoch, hallte es im Hofe, daß die Schloß⸗ fenſter erklirrten.

Sie richtete ſich auf, ſie blickte umher, dann athmete ſie ſchwer und bang, der Kampf war voriber, ſie war wie⸗ der Koͤnigin.

Bringt die Leiche fort, ſagte ſie, aber mit rauhem Tone: daß ich ſie nicht wiederſehe. Ein Pferd, ich will zu mei⸗ nem Volke.

Und Peter ſchrie laut: Heil unſerer Mutter Eleonore. Und alle bruͤllten es ihm nach.

Graf Seſſo fuͤhrte das reichgeſchmuͤckte Roß herbei. Sie ſchwang ſich leicht hinauf und ritt ſtumm aus dem Thore, und die Soldaten und alles Volk eilte ihr nach zur Stadt.

Allmaͤlig war es Tag geworden, und bei dem Daͤmmer⸗ lichte gewahrte die neben der Koͤnigin reitende Graͤfin das von Blut zuſammengeklebte Haar Eleonorens.