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dieſen Eindruck hervorbringen, ſie muß uns vergeſſen laſſen, daß ſie die Natur nur darſtellt, nicht wirklich iſt, Alles Manierirte ſtoͤßt ab, die hoͤchſte Kunſt wird Natur, und wenn wir uͤber dem Gefuͤhle, uͤber der Entzuͤckung, die ſolche Anſchauung der Natur uns gewaͤhrt, die Bewunderung ganz vergeſſen uͤber ſolche Meiſterſchaft, dann iſt der Zweck der Kunſt erreicht, und in dieſem Vergeſſen liegt das hoͤchſte Lob.
Sein Herz bebte bei Eſtrella's Schmerz, bei ihrer Todes⸗ qual, und ſo ergriffen war er bei der Abſchiedsſcene zwiſchen ihr und Ortiz, daß ihm ſelber unbewußt die Thraͤnen uͤber ſeine Wange rollten. 8
Mit bebender Stimme ſagte Eſtrella Emilie:
Ich will dich ja nicht ſehen! mir genuͤgt, 6 Wenn nur auf dieſer Welt ich dich noch weiß—
In dieſem Momente blickte ſie zufaͤllig auf und ihr Auge traf Ernſtens Geſicht, und ſie gewahrte die herabrollenden Thraͤnen.— Da war es, als ob dieß Zeichen wahren Ge⸗ fuͤhls auch in ihrer Bruſt eine gleiche Quelle oͤffne, und die Kuͤnſtlerin empfand, was ſie anſcheinend nur ſpielte, und mit uͤberſtroͤmenden Augen, mit erhoͤhtem Feuer, mit vor Ruͤhrung bebender Stimme fuhr ſie fort:
Du haſt mich deine Gattin erſt genannt,
Ich bin's, ſo hab' ein Recht ich auf dein Leben. Darfſt du die Gattin ſo zur Witwe machen? Es iſt ein Frevel, nein, du darfſt es nicht.—
Hier brach ihre Stimme, und muͤhſam hauchte ſie:
O, du biſt grauſam. Ja, du biſt ein Moͤrder Du toͤdteſt Alles, Alles, was dich liebt!—
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