Teil eines Werkes 
2. Theil (1839) Die Künstlerin
Entstehung
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Das eben nicht, aber ein brchede bewegliches Ge⸗ ſicht, ſchoͤne Augen, friſche Lippen, Aarer Teint und eine ſehr ſchoͤne Figur. 4

Noch ganz jung? fragte Ernſt weiter, denn ich entſi nne mich nicht, vor meiner Abreiſe jemals von ihr gehoͤrt zu haben.

Sie iſt auch erſt ſeit zwei Jahren dem Theater gewid⸗ met, und entzuͤckt ſeitdem Alle durch ihren herrlichen Ge⸗ ſang, ihr ſchoͤnes Spiel, entgegnete Carl. Ja, ich moͤchte faſt ſagen, ich ſehe ſie lieber in Tragoͤdien, als in Opern.

Alſo in beiden excellirt ſie? fragte Ernſt verwundert.

Ach, in Allem, ſagte Carl. Sie ſpielt das Pianoforte meiſterhaft, ſie malt wie eine Angelika, tanzt wie

Fanny Ei hureaens ihn Ernſt lachend. Wahr⸗ lich, das muß ein wunderbares Weſen ſein. Ich bin be⸗ gierig ſie zu ſehen. Laßt uns zu ihr gehen.

Gemach, gemach, mein lieber Graf, rief Baron S., wahrhaftig, noch immer der Alte, noch dieſelbe Leidenſchaft, dieſelbe Gluth. Mein Himmel, das wird ein Feuer wer⸗ den, wenn dieſer holde Zephyr die ſchlummernde Gluth an⸗ facht. Da werden Flammen ſchlagen, Blitze zucken. Ich ſehe ſchon das ganze Ungewitter heranziehen. Morgen wollen wir zu ihr gehen. Sie empfaͤngt nur Morgens von eilf bis zwei Uhr Beſuch, und nie den Einzelnen. Der Salon iſt alsdann Jedem geoͤffnet, der kommen mag, die Geſellſchaftsdame laͤßt Jeden eintreten, und erſt wenn mehrere verſammelt ſind, ruft ſie die holde Koͤnigin.

Und dann iſt es ein Neigen und Kaͤmpfen, fiel lachend Wilhelm ein, Jeder moͤchte gern der Erſte ſein, ihre Hund