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„ da, mein Aar, mein Kaiſervogel, nimm und ſtärke
Dich, damit auch Du Dein Theil zum Siege Dei⸗ nes Herrn beitragen kannſt!“
Der zahme, ſtolze Vogel reckte, als verſtände er ihn, ſeinen Hals durch die weitläuſigen Stäbe des Käfigs; der Prinz ſtrich ihm mit der Hand über den befiederten Hals, und fuhr fort:„wirſt Du auch nicht vergeſſen, welch ein wichtig Amt das Deine iſt? Merk' auf, mein Vogel: wenn ich in Boulogne als Sieger eingezogen, und neben der Kaiſersſäule ſtehe, dann ſteigſt Du hernieder aus der Luft und ſetzeſt Dich auf Deines Kaiſers Haupt, ein wahrer Himmelsbote.“
Das Thier verſuchte die Flügel auszubreiten, ſtieß ſich an den engen Seitenwänden des Käfigs, und ließ ſie matt wieder ſinken!
Louis Napoleon ſagte tröſtend:„Geduld, Ge⸗ duld, mein Aar! Noch kurze Zeit, und Dir, wie mir, ſind die Schwingen gelöſt!“
Dann ging er zurück auf das Verdeck, wo Parquin und Vaudrey inzwiſchen das ganze Schiffsperſonal verſammelt hatte. Er grüßte die erſtaunten, verwunderten Menſchen leicht mit der Hand, und ſeine Stimme erhebend, ſagte er ernſt und feierlich:„meine Freunde, ſchaut, dort am Horizont, jener weiße Nebelſtreifen! das iſt Frankreich, iſt das Land meiner Geburt, das Eure, meine Freunde und Begleiter! Verbannte, Heimathsloſe irrten wir bis jetzt umher, verbannt


