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vielleicht ganz fremde, nie geſehene! Sich im Schlaf
nicht wenden zu können, ohne des Andern Körper zu berühren, keinen Seufzer ausſtoßen, ohne von fremden Ohren ihn belauſcht zu wiſſen, ſelbſt nicht unter der Stille und dem Frieden der Nacht einen Moment zu haben, wo die zerquälte Seele in Worten ſich Luft macht, ohne gehört zu wer⸗ den! Angewieſen, mit den beiden Gefährten Alles zu theilen, das Elend, den Schmuz, die Krank⸗ heiten, durch beides erzeugt. Und dicht über ſeinem Haupt, ſo niedrig, daß beim Aufrechtſitzen der Kopf ſie berührt, wieder eine ſolche Schichte höl⸗ zerner Koyen! Zwei Bettgenoſſen neben ſich, drei über ſich, bei jeder Bewegung dieſer dort oben den Schmuz und Staub durch die locker gefügten Breter herabrieſeln zu fühlen auf das Geſicht! Nicht athmen zu können, ohne die von oben her⸗ abdringenden Ausdünſtungen einzuſchlucken! Wie entwürdigend, entartend iſt eine ſolche Gemein⸗ ſchaft! Entwürdigend, denn aus der Seele des Weibes nimmt ſie auch das letzte, was ihr noch geblieben, nimmt, was dann unwiederbringlich verloren iſt, die weibliche Scham. Hier auf die⸗ ſer Seite ſchlafen die Weiber, dort auf jener, nur
durch den ſchmalen Gang getrennt, die Männer,
und ſo b Entſchlummern und Erwachen, beim Zubettegehen und Aufſtehen ganz nahe bei ſich Hunderte von Männern, auch von dieſen jede Bewegung belauſcht, jeden Seufzer vernommen zu
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