Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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hervor hebt ſich, dem Phönix gleich, geläutert die heilige Liebe!

Ja, aufs neue erglühte dies Herz, aber in heiliger Glut!

Eine Braut bin ich wieder, und in bränutlicher Luſt entzückt erglänzt mein Auge!

Eine Braut des Himmels! Welche Seligkeit! Chriſtus mein Bräutigam! Welch ſtolzes Glück!

Ich fühle Deine Nähe, mein Bräutigam! Dein Athem glüht an meiner Wange! Deine Braut liegt Dir zu Füßen, mein Bräutigam!

Durch die hochzeitliche Kammer, welche das Grab iſt, werde ich eingehen zu der Gemeinſchaft mit Dir und anſtaunen Deine Herrlichkeit!

Hinweg ihr Bilder der Welt, Truggeſtalten der Erde!

Befreit iſt mein Herz, befreit und erfüllet zu⸗ gleich. Eine Braut bin ich des Himmels, und Chriſtus iſt mein Bräutigam!

Viertes Blatt.

Schlägt mein Herz noch? Stocken meine Pulſe nicht? Ich fühle kaum dies Herz, das ſonſt ſo ſtürmiſch klopfte, kaum noch den Puls, der ſonſt ſo erſtickend wogte. Ruhe iſt in mir, um mich, und in langen Zügen trinke ich den Athem des Friedens, der mich umweht in dieſen ſtillen Kloſter⸗ mauern, mich anlächelt aus den unbeweglichen Ge⸗

ſichtern dieſer ſchweigenden Nonnen.