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Geiſter umſchwirren und Geſpenſter neben uns ſein!“
Natalie ſchüttelte das Haupt und ſagte melan⸗ choliſch:„wie manche Nacht habe ich hier einſam gelegen in dieſer Kirche und die Geſpenſter und Geiſter gerufen, nur, daß ſie mich tödten und er⸗ würgen ſollten, es blieb gaber alles ſtill. Fürchte die Geiſter nicht!“
„Und willſt Du, kannſt Du mich retten?“ fragte Effie dringend.
„Ich will!“ antwortete Natalie nach kurzem Sinnen,„ob ich kann, das weiß nur Gott und das Schickſal.“
Ein Schrei des Entzückens entfuhr Effie's Lip⸗ pen; die Nonne aber drückte, wie entſetzt, ihre Hand auf des Mädchens Mund und ſagte leiſe: „ich beſchwöre Dich, ſchweige! Dieſe Mauern ſind es nicht gewohnt, ſolche Freudenlaute zu vernehmen, und wenn ich auch nicht an gute Geiſter glaube, die helfen, ſo glaube ich doch an böſe, die verder⸗ ben und ſchaden. Wir ſind aber beide verloren, enn die hochwürdige Aebtiſſin von unſerm Ge⸗ ſpräche Kunde bekommt.“
„Höre mich an,“ fuhr ſie fort, als Effie ſich zitternd an ſie ſchmiegte,„wir wollen verſuchen Dich zu retten; aber nur die größte Vorſicht kann
uns helfen. Vor Allem laſſe allen Widerſtand fahren, nur ſo kannſt Du zum Ziele gelangen.
Gieb Dir morgen den Anſchein, als ſeieſt Du


