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Natalie, ich habe meinem Geliebten Treue bis in den Tod geſchworen; ich werde meinen Schwur halten und ſelbſt Gott ſoll mich ihm nicht untreau machen und ſoll ſich nicht zwiſchen Edward und mich drängen.“
„Wußte Dein Vater um dieſe Liebe?“
„Wie ſollte er nicht!“ rief Effie.„Edward kam täglich in unſer Haus, und in dem Glücke unſerer Liebe dachten wir Beide nicht daran, ſie zu verbergen. Als eines Tages ich in ſeligem Liebesglück an Edward's Herzen ruhte, ach zum eerſten Male, als er mir ſagte, daß er mich liebe und um meine Gegenliebe bat, da überraſchte uns mein Vater, und in glühendem Zorne riß er mich aus Edward's Armen und nannte ihn einen Verräther. Er ſchwur, mich eher zu tödten, als ſeinen Eid zu brechen. Umſonſt flehte Edward, umſonſt um⸗ ſchlang ich meines Vaters Knie, er blieb unbe⸗ weglich. Da reichte ich Edward die Hand und ſchwur ihm ewige Treue, und gelobte eher zu ſter⸗ en, als meinen Schwur zu brechen.“ „Und Dein Vater?“ fragte die Nonne theil⸗ nahmsvoll?
„Durfte er ſeiner Tochter zürnen, die nach ſei⸗ nem Beiſpiel handelte?“ fragte Effie ſtolz.„Er wollte ſeinen Eid nicht brechen, ich nicht den meinen!“
„Sahſt Du Edward nicht wieder?“
„Niemals,“ ſagte Effie ſchmerzvoll.„Noch in


