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erwiderke er,„weil ich ſein tückiſches Weſen kenne, und weiß, daß, wenn wir es mit allen Sinnen in ſtürmiſchem Drang erfaſſen, es uns verläßt; und die ſchweigende kalte Nacht, die dann im Herzen folgt, iſt doppelt entſetzlich nach dem glü⸗ henden Tage.“
„O ſprich nicht ſo,“ bat Aurelia,„Du äng⸗ ſtigſt mich, und verdüſterſt mir mein ſonnenhelles Glück. Laß uns lieber ſehen, wie es ſo ſchön iſt in der Welt. Sieh, ſchon werden die Lichter matter, die Purpurſtreifen verſchwinden auf den Waſſern, nur der Schwan, der dort langſam und majeſtätiſch herangeſchwommen kommt, iſt wie in Sonnenglut getaucht. Vergleichſt Du das Le⸗ ben dem See, ſo biſt Du mir, wie der Schwan auf demſelben, ſo ſtolz und erhaben und ſo ſchön.“
„Der Schwan iſt ein tückiſch Thier,“ ſagte Nordheim lachend,„und wenn er zornig iſt, zerſchlägt er mit ſeinen Flügeln, was ſich ihm naht.“
„Du böſer Mann,“ ſagte Aurelia, und berührte lächelnd mit ihrer Hand ſeine Wange,„verdirbſt mir alle meine ſchönen Gleichniſſe und Bilder! Und warum? Muß ich denn durchaus die Lehre von der Vergänglichkeit lernen?“ 1
„Gewiß,“ antwortete er,„damit Du allem Kommenden gefaßt entgegenſiehſt!“
„Ich trotze der Zukunft und dem Schickſal,“


