Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Kehrt denn die Welle dort zurück, ſagte Nordheim und zeigte hinab in das Waſſer,ſieh, ſie bricht ſich am Ufer und verſchwindet. Aber neue kommen nach ihr und verſchwinden wie ſie. Gleich Wogen und Waſſern rinnen die Tage ab⸗ wärts, einer folgt dem andern und verſchwindet nach ihm, und keiner kehrt zurück. Das Leben gleicht dieſem See; da kräuſelt ſich Welle neben Welle, wie ein Tag aufrauſcht neben dem andern im ewigen Wechſel. Und ſchau, wie jetzt die Sonne darüber hinglänzt, und den See purpur⸗ roth färbt, ſo

So verklärt die Liebe das Leben, unter⸗ brach ihn Aurelia,und durchglüht alle Tage deſſelben..

Und wenn die Sonne hinabgeſunken, dann liegt der See, erſt ſo hell, finſter und ſchweigend da in farbloſer Nacht. So das Leben, wenn die Liebe hinabgeſunken.

Nein, nein, rief Aurelia heftig, und umſchlang den Geliebtennein, dieſe Sonne iſt ewig, und ſie kann niemals untergehen.

Sie kann es, und wird es, ſagte Nordheim ſchwermuthsvoll, und je heller ſie leuchtet und glüht, deſto raſcher verglimmt ſie auch.

Wie biſt Du heute ſo ernſt! ſagte Au⸗ relia vorwurfsvoll.Biſt Du denn nicht mehr glücklich?

Das Glück iſt es eben, was mich ernſt macht,