Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſͤͤͤͤ

173

ich ihm zu Füßen legen, und dafür nichts begeh⸗ ren, als die Freiheit, und nur die Freiheit, unbe⸗ ängſtigt meinem Gram nachzuhängen und den Vor⸗ würfen meines eigenen Gewiſſens. Er ſoll fordern ſo viel er mag, nur Freiheit, Freiheit! Nordheim verabredete nun mit Ellinor, dem Italiener eine anſehnliche Summe auszuzahlen, für welche er die Briefe an Nordheim ausliefern

ſollte; außerdem wollte man ihm ein reichliches

Jahrgeld ausſetzen, das ihm regelmäßig ausge⸗ zahlt werden ſollte, wenn er dafür ſich verpflichtete, ſogleich nach Italien für immer zurückzukehren, und niemals den Verſuch zu machen, Ellinor's Ruhe in irgend einer Weiſe zu ſtören.

Er wird, denke ich, dieſen Vorſchlag eingehen, ſagte Nordheim zuverſichtlich..

Der Himmel gebe, daß Sie recht haben,

ſeufzte Ellinor.Vielleicht habe ich ſchon zu viel

gelitten, um noch hoffen zu können. Ich fürchte, ich kenne ihn beſſer, und die Befriedigung ſeiner Rache gilt ihm mehr als Gold und Schätze.

In Ihrer edeln Seele halten Sie auch ihn zu edel! erwiderte Nordheim.

Sie werden ſehen, ſeufzte die Lady, und als Nordheim ſich ſodann entfernen wollte, reichte ſie ihm mit einem dankenden Blick die Hand hin und

ſagte:wie es aber auch kommen mag, dieſe

Stunde verpflichtet mich Ihnen für immer, und lehrt mich, Ihre erhabene Geſinnung erſt recht er⸗